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    BDU: Positive Entwicklung des deutschen Beratungsmarktes in 2011

    Frei nach Michael E. Porter sind diejenigen Strategien im Markt besonders erfolgreich, die entweder die Kostenführerschaft, die Qualitätsführerschaft oder die Besetzung einer Nische anstreben. Laut der aktuellen Beratungsmarkt-Studie des BDU, einer Online-Befragung, die unter 500 Beratungsfirmen aller Größen durchgeführt wurde, treffen vor allem die beiden letztgenannten Erfolgsfaktoren für die deutsche Consulting-Branche zu.

    Dieser Artikel soll ausgewählte Erkenntnisse dieser Studie kommentieren.

    Die vollständige Studie mit den genauen Daten zu Entwicklungen nach Teilbranchen, Kundensegmenten, Umsatz und weiteren Kennzahlen ist gegen geringes Entgelt beim BDU zu beziehen.

    zur Studie des BDU

    Der Trend gehe dahin, dass nur Beratungsleistungen mit deutlichem Kundenmehrwert marktfähig bleiben. Nicht nur angesichts der hohen Beratungshonorare erscheint dies selbstverständlich! Liegt doch in diesem Mehrwert an sich die eigentliche Daseinsberechtigung eines Consulting-Unternehmens.
    Die Methodenkompetenzen der Kunden vergrößern sich zusehends. An dieser Entwicklung dürften Beratungsunternehmen auch ihren Anteil geleistet haben, z.B. indem von Consultants ausgearbeitete Konzepte immer stärker in die Unternehmensprozesse integriert oder Expertise durch Personalwechsel von Beratung zum Kunden getragen wurden. Für den Berater, der den geforderten deutlichen Mehrwert erbringen will, reicht es also nicht mehr aus nur „auf der Höhe“ zu bleiben. Es besteht ein größerer Leistungsdruck, Bestehendes weiterzuentwickeln, kreative neue Ansätze auszuarbeiten und diese noch besser auf die spezifischen Kundenbedürfnisse maßzuschneidern. Zwei Binsenweisheiten bestätigen hier ihre Gültigkeit: die eine vom Konkurrenzdruck, der das Geschäft belebt, die andere vom Stillstand, der mit Rückschritt gleichbedeutend ist.
    Laut BDU-Umfrage kann man insbesondere für Berufsanfänger weniger von einer „In-Branche“ sprechen. Deutlich gefragter werden dagegen erfahrene Berater mit spezialisierten Kompetenzen sein. Im „War for Talents“ werden sich die Beratungsfirmen mit anderen attraktiven Branchen immer härtere Duelle liefern müssen. Wenn hoch qualifizierter Nachwuchs zur noch knapperen Ressource wird, liegt es an den Beratern selbst, sich und ihre Mitarbeitern noch intensiver weiterzubilden und zu spezialisieren. Die Projektanfragen werden voraussichtlich noch kurzfristiger an die Beratungsunternehmen herangetragen. Flexibilität ist gefragt!

    Wir Mindbeat-Berater lesen gern, dass Strategieberatung (insbesondere Marketing- und Vertriebsstrategie) zu den Beratungsfeldern zählt, die überdurchschnittlich wachsen und dass Beratungsprojekten, die durch Innovation den Kundenumsatz erhöhen sollen, besonders entschieden Zuwachs attestiert wird. Ebenso fühlen wir uns durch die Umfrageergebnisse darin bestärkt, auf Nachhaltigkeit (CSR-Consulting) und Neue Medien (Web 2.0, Social Media-Beratung) zu setzen, die auch weiterhin bestimmende Themen sein werden.

    Insgesamt kann man von einem Trend sprechen, der ganz im Sinne der Kunden sein dürfte. Die Beratungsbranche steht nach überstandener Krise nicht mehr vor drohenden Engpässen, wohl aber vor einem gesunden Leistungsdruck, die eigenen Kompetenzen noch weiter auszubauen und kundennäher auszugestalten.

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